
Verhaltenstherapie in Düsseldorf
Willkommen Bienvenido ようこそ Welcome
Sich Unterstützung zu suchen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein verantwortungsvoller und selbstfürsorglicher Schritt. Psychotherapie schafft einen geschützten Raum, um neue Perspektiven zu entwickeln und Veränderungen zu ermöglichen. Auf Basis psychologischer Konzepte und evidenzbasierter Verfahren entwickeln wir gemeinsam ein Verständnis Ihrer Situation und erarbeiten wirksame Wege zur Wiederherstellung Ihrer seelischen Gesundheit. Denn eines ist uns besonders wichtig: Wir möchten, dass es Ihnen so schnell wie möglich wieder besser geht.
Privat, Beihilfe und GKV
Die Praxen Düsseldorf-Stadtmitte und Düsseldorf-Benrath sind zugelassen für alle gesetzlichen und privaten Krankenkassen sowie die Beihilfe.
Terminvereinbarung
Zur Terminvereinbarung melden Sie sich bitte telefonisch zu den telefonischen Sprechzeiten unter 0211/ 9157 - 3042 (dienstags 15:00 - 16:40 Uhr) oder melden Sie sich jederzeit über den folgenden Anmeldelink digital zur Terminvereinbarung an:
Wichtiger Hinweis zur Terminvergabe ab 2027
Durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wird die Vergütung ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen für gesetzlich Versicherte ab 2027 einem begrenzten Ausgabenrahmen unterworfen. Davon sind auch psychotherapeutische Behandlungen betroffen, die bisher außerhalb fester Budgetgrenzen vergütet wurden. Da die von den gesetzlichen Krankenkassen bereitgestellten Mittel künftig gedeckelt sind, müssen wir die Terminkapazitäten für gesetzlich Versicherte leider entsprechend einschränken. Dadurch ist voraussichtlich mit einer erheblichen Verlängerung der Wartezeiten zu rechnen, insbesondere für eine Einzelpsychotherapie. Über die Budgetgrenzen der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehende Behandlungskapazitäten können wir dann gegebenenfalls nur Privatversicherten sowie Patientinnen und Patienten anbieten, die die Behandlungskosten selbst übernehmen. Wir bedauern diese Entwicklung sehr. Wir verantworten diese Einschnitte zu Ihren Lasten nicht. Bis zuletzt haben wir uns dagegen gewehrt. Die Einschränkungen beruhen nicht auf einer fehlenden Behandlungsbereitschaft, sondern auf den veränderten gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.
Die schönsten Momente unserer Arbeit sind jene in denen wir gemeinsam feststellen: Sie brauchen uns nicht mehr. Wenn therapeutische Unterstützung überflüssig wird, weil Sie Sicherheit, Klarheit und Stabilität aus eigener Kraft entwickeln können, ist das kein Abschied im Verlust, sondern Ausdruck gelungener Entwicklung. Wir verstehen Therapie als zeitlich begrenzten, strukturierten Prozess, der Sie so wirksam wie möglich befähigen soll, Ihren Weg selbstständig weiterzugehen und gesund zu bleiben.
Schwerpunkte der Praxis
Die Schwerpunkte der Praxis liegen in der Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung, depressiven Erkrankungen, Störungen des Essverhaltens sowie Angst- und Zwangsstörungen.
Posttraumatische Belastungsstörung
Eine Posttraumatische Belastungsstörung kann infolge traumatischer oder außergewöhnlich belastender Ereignisse entstehen. Typische Symptome sind sich aufdrängende Erinnerungen, Vermeidungsverhalten, anhaltende innere Anspannung, Schlafstörungen sowie negative Veränderungen von Gedanken und Gefühlen. Wir behandeln Traumafolgestörungen mittels evidenzbasierter traumafokussierter kognitiver Verhaltenstherapie, z.B. die Cognitive Processing Therapy sowie EMDR. Beide Verfahren helfen dabei traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und dysfunktionale Überzeugungen zu verändern,
Depressive Erkrankungen
Zu den depressiven Erkrankungen zählen u.a. die majore Depression, rezidivierende depressive Störungen, Dysthymie sowie Zyklothymia. Sie unterscheiden sich in Verlauf, Schweregrad und Symptomatik – gemeinsam ist ihnen jedoch der erhebliche Einfluss auf Stimmung, Denken und Antrieb. . Eine wirksame Behandlung erfolgt unter anderem mittels kognitiver Verhaltenstherapie und/oder einer psychopharmakologischen Behandlung. In bestimmten Fällen, insbesondere bei chronischen Verläufen, kann auch eine Behandlung nach dem Ansatz der Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) sinnvoll sein, die üblicherweise im Gruppensetting erfolgt.
Angststörungen
Angst ist eine natürliche Schutzreaktion unseres Gehirns. Bei einer Angststörung jedoch treten Ängste übermäßig stark, häufig oder ohne erkennbare Gefahr auf – und können das Leben erheblich einschränken. Betroffene erleben zum Beispiel anhaltende Sorgen, innere Unruhe, Panikattacken oder vermeiden bestimmte Situationen. Angststörungen sind oft gut behandelbar. Besonders wirksam ist die kognitive Verhaltenstherapie. Dabei werden angstauslösende Gedanken und Verhaltensmuster verstanden und Schritt für Schritt verändert. Häufig kommen auch Expositionsübungen sowie Strategien zur Stress- und Emotionsregulation zum Einsatz.
Zwangserkrankungen
Zwangsstörungen sind gekennzeichnet durch wiederkehrende, belastende Gedanken und/oder sich wiederholende Handlungen oder Rituale, die als schwer kontrollierbar erlebt werden. Betroffene wissen meist, dass ihre Befürchtungen übertrieben sind, fühlen sich jedoch stark innerlich gedrängt, bestimmte Handlungen auszuführen – etwa Kontrollieren, Waschen oder Ordnen. Die Zwänge können viel Zeit in Anspruch nehmen und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Als wirksam gilt die kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition und Reaktionsverhinderung (ERP). Dabei lernen Betroffene, schrittweise auf gewohnte Zwangshandlungen zu verzichten. In manchen Fällen kann eine medikamentöse Behandlung unterstützend sinnvoll sein.
Störungen des Essverhaltens
Essstörungen sind ernstzunehmende psychische Erkrankungen, die mit einem gestörten Essverhalten, einer veränderten Wahrnehmung des eigenen Körpers und erheblichen psychischen oder körperlichen Belastungen einhergehen können. Zu den häufigsten Formen zählen Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-Brech-Sucht) und die Binge-Eating-Störung. Essstörungen können Menschen jeden Alters und Geschlechts betreffen und sich unterschiedlich äußern. Der erste Schritt ist, sich Hilfe zu holen.
ADHS Diagnostik (nur privat)
Eine sorgfältige und leitlinienorientierte Diagnostik ist die Grundlage jeder fundierten Behandlung. Da ADHS-Symptome auch bei anderen psychischen Störungen auftreten können, ist eine differenzialdiagnostische Abklärung essenziell. Die Diagnostik umfasst eine ausführliche Anamnese unter Berücksichtigung der aktuellen Lebenssituation sowie der biografischen Entwicklung. Ergänzend kommen standardisierte Fragebögen und strukturierte Interviews zum Einsatz. Wenn möglich, werden auch frühere Zeugnisse oder Fremdberichte einbezogen. Zudem erfolgt eine systematische Erfassung möglicher Begleiterkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen oder Autismus-Spektrum-Störungen. Am Ende des diagnostischen Prozesses steht eine transparente Rückmeldung mit klarer Einordnung der Befunde und konkreten Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Die Kosten für eine ADHS-Diagnostik belaufen sich auf 750,72€.

LGBTQ+ und TransGender
Viele queere Menschen erleben im Laufe ihres Lebens Diskriminierung, Stigmatisierung oder subtile Formen von Ausgrenzung, sogenannte Mikroaggressionen. Diese Erfahrungen können zu internalisierter Abwertung, Scham, Angst- oder Depressionssymptomen führen. Wir sind eine queerfreundliche Praxis und bieten einen sicheren therapeutischen Raum, in dem die jeweiligen Lebensrealitäten sein dürfen. Wir bieten transitionsbegleitende Psychotherapie an und erstellen bei entsprechender Indikation Indikationsschreiben für eine geschlechtsangleichende Hormontherapie sowie für weitere geschlechtsangleichende Maßnahmen.
Transkulturelle Psychotherapie
In der Psychotherapie spielt Transkulturalität eine wichtige Rolle, weil psychisches Erleben, Belastungen, Beziehungsmuster und auch der Umgang mit Krankheit und Hilfe stark davon beeinflusst werden können, welche Werte, Erfahrungen und sozialen Rahmenbedingungen eine Person geprägt haben. Dabei geht es nicht nur um Herkunft oder Sprache, sondern ebenso um religiöse Orientierung, Familienbilder, Diskriminierungserfahrungen, Rollenverständnisse und Zugehörigkeitsgefühle. Transkulturelle Psychotherapie bedeutet, diese Hintergründe in den therapeutischen Prozess einzubeziehen. Ziel ist es, Menschen in ihrer individuellen Lebensgeschichte zu verstehen, ohne zu vereinfachen.
Praxisstandorte
Düsseldorf-Stadtmitte und Düsseldorf-Benrath
Praxis Düsseldorf - Stadtmitte
Stresemannstraße 16, 40210 Düsseldorf
Die Praxis befindet sich zentral gelegen zwischen Japan-Viertel und Königsallee. Die nächstgelegenen U-Bahnhöfe der Rheinbahnlinien U - Steinstraße / Königsallee und U - Oststraße sowie die nächstgelegene Straßenbahnhaltestelle Berliner Allee sind fußläufig ca. 3 Minuten entfernt. Der Hauptbahnhof Düsseldorf ist ca. 10 Minuten entfernt. In der Umgebung befinden sich mehrere Parkhäuser, z.B. Parkcenter Kö, Stresemannstr. 8, 40210 Düsseldorf.
Praxis Düsseldorf - Benrath
Hauptstraße 25, 40597 Düsseldorf
Die Praxis befindet sich auf dem Benrather Markplatz in Nähe zum Schloss. Die nächstgelegenen Straßenbahnhaltestellen der Rheinbahnlinie U72 ist U-Urdenbacher Allee und U - Schloss Benrath. Der Reginalbahnof Düsseldorf-Benrath ist fußläufig ca. 5 Minuten entfernt. Das nächstgelegne Parkhaus Q-Park Cäcilienstraße (Cäcilienstraße 30, 40597 Düsseldorf) sowie der P+R Parkplatz Benrath Bahnhof (gebührenfrei) sind fußläufig ca. 3 Minuten entfernt.
Videosprechstunde
Videosprechstunden können eine ressourcenschonende Alternative zum unmittelbaren Gespräch vor darstellen. Auch Erstgespräche können auf Wunsch digital im Rahmen einer Videosprechstunde erfolgen, sofern ein Termin vor Ort nicht möglich ist. Videosprechstunden erfolgen über einen sicheren und von der kassenärztlichen Bundesvereinigung zertifizierten Videosprechstundenanbieter. So bleibt unserer Gespräch vertraulich.
Konzepte, Methoden und Ziele
Psychologische Psychotherapie beruht auf der empirisch gut belegten Annahme, dass Erleben und Verhalten lern- und damit auch veränderbar sind. Moderne Psychotherapie integriert unterschiedliche methodische Ansätze und Konzepte: Kognitive Verfahren helfen, dysfunktionale Denkmuster zu erkennen und zu verändern. Verhaltensorientierte Methoden ermöglichen korrigierende Erfahrungen. Emotionsfokussierte Techniken stärken die Fähigkeit, innere Prozesse differenziert wahrzunehmen und flexibel darauf zu reagieren. Ein für unser therapeutisches Handeln grundlegendes Modell ist die Allgemeine Psychotherapie nach Klaus Grawe. Dieses integrative Modell integriert Konzepte aus der empirischen Psychologie und den Neurowissenschaften und stellt nicht einzelne Schulen, sondern empirisch gesicherte Wirkfaktoren in den Mittelpunkt.
Konsistenztheorie
EMDR
Die Konsistenztheorie nach Klaus Grawe basiert auf modernen psychotherapiewissenschaftlichen und neurobiologischen Erkenntnissen. Ihr zentrales Konzept ist das sogenannte Konsistenzprinzip: Psychische Gesundheit entsteht dann, wenn zentrale Grundbedürfnisse eines Menschen erfüllt sind und innere Prozesse wie Denken, Fühlen und Handeln miteinander im Einklang stehen. Kommt es hingegen über längere Zeit zu Widersprüchen zwischen Bedürfnissen, Zielen und tatsächlichen Erfahrungen, entsteht ein Zustand innerer Inkonsistenz. Dieser anhaltende innere Spannungszustand gilt als wesentlicher Faktor für die Entstehung psychischer Beschwerden. Ziel ist es, diese inneren Spannungen zu erkennen und nachhaltig zu reduzieren. Im therapeutischen Prozess werden individuelle Motive, Ziele und Beziehungserfahrungen geklärt. Widersprüchliche innere Schemata und dysfunktionale Muster werden identifiziert und schrittweise verändert. Dabei geht um eine grundlegende Verbesserung der Bedürfnisregulation und Selbststeuerung. Insgesamt versteht sich die Konsistenztheorie als transdiagnostischer Ansatz, der die individuelle Motiv- und Konfliktstruktur eines Menschen im Blick hat. Durch die Förderung innerer Stimmigkeit, Selbstwirksamkeit und emotionaler Integration unterstützt sie langfristige psychische Gesundheit.
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist ein wissenschaftlich fundiertes psychotherapeutisches Verfahren zur Behandlung von belastenden und traumatischen Erfahrungen. Es wurde ursprünglich zur Therapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwickelt, wird heute jedoch auch erfolgreich bei anderen psychischen Belastungen eingesetzt, etwa bei Angststörungen, Depressionen oder belastenden Lebenserfahrungen. Das Verfahren basiert auf der Annahme, dass seelische Belastungen entstehen können, wenn überwältigende Erfahrungen nicht ausreichend verarbeitet werden. Solche Erlebnisse werden dann gewissermaßen „unverarbeitet“ im Gedächtnis gespeichert und können durch innere oder äußere Auslöser immer wieder intensive Gefühle, Körperreaktionen oder belastende Gedanken hervorrufen. Ziel ist es, die blockierte Verarbeitung wieder anzustoßen und die Erinnerung so zu integrieren, dass sie als vergangenes Ereignis abgespeichert werden kann – ohne weiterhin starke emotionale Reaktionen auszulösen.
Cognitive Processing Therapy
Wie viele psychotherapeutische Ansätze wurde auch die CPT im englischsprachigen Raum entwickelt. Sie zählt zu den kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren und basiert auf der Annahme, dass anhaltende Belastungssymptome wesentlich durch bestimmte Bewertungen und Überzeugungen aufrechterhalten werden. Nach belastenden Erfahrungen entwickeln viele Betroffene tiefgreifende Annahmen über sich selbst, andere Menschen und die Welt. Typisch sind Gedanken wie „Ich bin schuld“, „Ich bin nicht mehr sicher“ oder „Niemandem kann man vertrauen“. Solche Überzeugungen können Gefühle von Schuld, Scham, Angst oder Wut verstärken und dazu führen, dass das Erlebte nicht angemessen verarbeitet wird. In der CPT stehen weniger die Details des Ereignisses selbst im Vordergrund als vielmehr die individuelle Bedeutung, die diesem Ereignis zugeschrieben wird. Zentrale Themenbereiche sind häufig Sicherheit, Vertrauen, Kontrolle, Selbstwert und Nähe in Beziehungen. Patientinnen und Patienten werden aktiv in den therapeutischen Prozess einbezogen und arbeiten auch zwischen den Sitzungen an der weiteren Verarbeitung.
Psychische Erkrankungen entstehen selten aus einem einzelnen Faktor heraus, sondern entwickeln sich im Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Einflüsse. Dieses bio-psycho-soziale Verständnis bildet die Grundlage unseres therapeutischen Handelns. Wir betrachten Ihre Beschwerden stets im individuellen Lebenskontext und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein wissenschaftlich fundiertes Behandlungskonzept. Bei Bedarf arbeiten wir mit Fachärztinnen und Fachärzten anderer Disziplinen zusammen, um eine umfassende und gut abgestimmte Versorgung zu gewährleisten.








